«Tibet prägt alles, was ich tue»
Khenzom hat auf ihrer Reise durch Europa an der Münstergasse haltgemacht, bevor es zurück nach New York ging. Ein Gespräch über Tibet, das Reisen und die Geschichten, die Schmuck in sich trägt.
Welcher Ort hat dich am meisten geprägt, und woran merkt man das heute?
Tibet ist ein Ort, an dem ich körperlich nie gewesen bin. Und doch prägt er alles, was ich tue, von meinem Beruf bis zu meiner Kunst. Ich glaube, man merkt es, weil meine Herkunft durchscheint in der Art, wie ich mich zeige. Ich trage fast immer etwas Tibetisches bei mir: ein geknüpftes Armband, einen Pashmina-Schal oder einen Türkisring.
Trägst du Schmuck für dich selbst oder damit er gesehen wird?
Beides. Meine Sammlung ist in den letzten zehn Jahren so gewachsen, dass sie einen ganzen Teil meines Zimmers einnimmt: Stücke von meinen Reisen, Erbstücke aus der Familie und vieles mehr. Ich könnte mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen. Ich trage wirklich jeden Tag Schmuck und fühle mich manchmal nackt ohne ihn.
Was macht ein Schmuckstück für dich wertvoll: das Material, die Herkunft oder die Geschichte?
Für mich ist es die Geschichte. Am wertvollsten fühlt sich ein Stück an, wenn es mit einer bestimmten Erinnerung an eine Reise verbunden ist oder mit einem Menschen, den ich unterwegs getroffen habe.
Wenn du nur ein einziges Stück behalten dürftest, welches wäre es und warum?
Ich habe mich sehr in meinen Türkisring von Atelier Tibet verliebt. Ich habe lange nach so einem Ring gesucht und bis jetzt nie den richtigen gefunden.
@khenzart trägt: Ohrringe von CHARU, Tasche von Studio Losel, Türkisring und Kette von Atelier Tibet.
Fotografiert von @paeldenial



