«Früh auf diese Frequenzen gestimmt»

Lhaga Koondhor ist Kuratorin und Kulturproduzentin und lebt zwischen Zürich und den Bergen. Ein Gespräch über die Klänge eines Klosters, den Dzi-Stein und das Unterwegssein.

Welcher Ort hat dich am meisten geprägt, und woran merkt man das heute?

Ein Kloster. Ich bin inmitten von Mönchshörnern und Gesängen aufgewachsen, sodass meine Ohren bereits auf die beste Art und Weise „verdorben“ waren, als andere Kinder die Popmusik für sich entdeckten. Dazu kam noch Rap. Abstrakte, experimentelle Klänge versetzen mich also direkt zurück in diese frühen Zeiten.

Was zieht dich an der Form oder am Material eines Stücks an, das du trägst?

Mein Dzi, der Augenstein. Er ist Tausende von Jahren alt und hat mehr gesehen als ich, deshalb versuche ich, ihn an interessante Orte mitzunehmen. Wenn du auch einen trägst, sind wir im Grunde verwandt.

Zwischen welchen Orten bewegt sich dein Leben, und was reist immer mit Dir mit?

Zwischen Zürich, den Bergen und dem Projekt, das mich als Nächstes erwartet.

Was immer mit mir mitreist? Meine Neugier und mein Telefon.

Beschreibe deinen Stil in drei Worten.

Bodenständig, neugierig und überraschend.

 


@asianayz trägt: Kreolen mit Spiralmuster, Achatkette, Silber-Schlangenkette und Armspange aus Silber von Atelier Tibet, Schneeleoparden-Tasche von CHARU × Phadrokbha.
Fotografiert von @paeldenial