Zelt-Räuchergefäss aus tibetischer Schwarzkeramik · CHARU × Saso
Verspieltes Räuchergefäss in Form eines schwarzen Nomadenzelts - die Dachflächen facettiert von Hand geglättet, der Eingang offen, oben eine kleine Reihe von Öffnungen, durch die der Rauch austritt. Das schwarze Zelt aus Yakhaar war über Generationen die Behausung der Hirtenfamilien; heute verschwindet es zusehends aus dem Landschaftsbild.
Geformt wird das Gefäss aus blauem Schiefermehl-Ton in Kham in Osttibet. Der Ton wird getrocknet, zerstossen, gesiebt, mit Sand gemischt, geknetet, von Hand aufgebaut und poliert, dann luftgetrocknet und in einer Erdgrube unter Sauerstoffabschluss gebrannt – daraus entsteht das tiefe Schwarz mit seinem metallisch wirkenden Schimmer. Ein loser Bodenteller mit vertiefter Mulde nimmt Räucherkegel oder loses Räucherwerk auf und lässt sich zum Reinigen herausnehmen.
Gefertigt wird das Stück von Sangchok Sonpo in Chindu, der die Anchong-Töpfertradition weiterführt. Saso gehört zu CHARU, das Gestalterinnen und Gestalter mit Handwerkskooperativen im tibetischen Kulturraum verbindet und daraus Produkte entwickelt, die traditionelle Techniken in den Alltag holen.
13,8 × 10,8 cm · Höhe 7 cm · Innenmass 10 × 7 cm, Innenhöhe 3,3 cm · Wandstärke 0,8 cm · Gewicht ca. 650 g · Schiefermehl-Ton, handgeformt und grubengebrannt · Mit losem Bodenteller
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