Altes Tibetisches Gürtelmesser mit Rochenhaut-Verzierung
Dieses tibetische Messer aus dem 19. oder frühen 20. Jahrhundert ist ein beeindruckendes Beispiel traditioneller Handwerkskunst aus dem Himalaya-Raum. Es misst 26 cm mit Scheide und hat eine Klinge von 12.5 cm Länge; das Gesamtgewicht beträgt 255 g.
Der Griff besteht aus Knochen oder Horn und ist fein eingelegt, während die Scheide kunstvoll mit graviertem Weissmetall verziert ist. Ein besonderes Detail ist die mittlere Zone aus Manta-Rochenhaut, die in Tibet extrem selten war – da Rochen nur in weit entfernten, südlichen Gewässern vorkommen, galt dieses Material als exotisch und kostbar. Es wurde meist über Handelswege aus Südostasien oder Indien eingeführt und war ein Symbol für Wohlstand und Status.
Das Messer diente nicht primär als Waffe, sondern als Zeremonial- und Alltagsobjekt, oft getragen als Bestandteil der traditionellen Kleidung tibetischer Männer. Der gelbe, gewebte Trageriemen ergänzt das authentische Erscheinungsbild.
Provenienz: Schweizer Privatsammlung
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